WEIßE BLUTKÖRPERCHEN: EINE UNSCHLAGBARE STREITMACHT

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Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf –Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden. Lies! Denn dein Herr ist gütig, Der durch die (Schreib-) Feder gelehrt hat -  Den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.
(Sure 96:1-5 – al-Alaq)

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wieviele unterschiedliche Substanzen enthalten sind in einem köstlichen Mahl, das Sie gerade genießen, oder in der Luft, die Sie atmen, oder im Händedruck mit einem Freund? Selbst in dem Wasser, das Sie täglich trinken, stecken Keime und Viren, die Sie krankmachen können. Aber Sie sind sich in aller Regel all dieser Gefahren gar nicht bewusst, von denen Sie buchstäblich jeden Tag bedroht sind.

Das ist auch gar nicht nötig. Denn in Ihrem Körper existiert eine ganze Armee von Teilchen, die sich darum kümmert, ohne dass Sie es merken. Diese Armee dient selbstlos der Verteidigung Ihrer Gesundheit, indem sie pausenlos all ihre Blutgefäße kontrolliert – es gibt Sie nur in Ihrem Körper, und sie ist ein Geschenk Gottes.

Es sind die Weißen Blutkörperchen, bekannt unter dem Namen Leukozyten. Solange Sie gesund sind, enthält ein Kubikzentimeter Ihres Blutes zwischen 6000 und 10.000 Leukozyten. Jedem Leukozyten entsprechen durchschnittlich 500 Erythrozyten im Blutkreislauf. Wenn man alle Leukozyten in Ihrem Blut “abschöpfen” würde, ergäbe das etwa eine Kaffeetasse voll.37 Sobald sich jedoch in Ihrem Lörper eine Infektion breitmacht, erhöht sich die Anzahl der Leukozyten auf bis zu 30.000 pro Kubikzentimeter.38

Die Weißen Blutkörperchen sind wie Soldaten in Ihrem Körper: Sie erkennen feindliche Eindringlinge in ihren Körper und bekämpfen sie. Manche von ihnen tun dies direkt, andere aktivieren das körpereigene Immunsystem, nachdem sie die feindlichen Eindringlinge, Moleküle und Mikroben, analysiert haben. Die Weißen Blutkörperchen werden im Rückenmark produziert, und zwar 1,2 Millionen pro Sekunde. Im Lauf Ihres Lebens würde das einem Gewicht von einer halben Tonne entsprechen. 39Das Rückenmark dient dabei wie eine riesige Fabrik.

Aber unabhängig vom “Produktausstoß” des Rückenmarks steht diese Armee ständig Gewehr bei Fuß in Ihrem Körper und verfügt im Bedarfsfall über hervorragende Transportwege, nämlich den gesamten Blutkreislauf in Ihrem Körper. Auf diesen Transportwegen können sie jeden Punkt Ihres Körpers erreichen. Sobald irgendwelche Mikroben in Ihren Körper eingedrungen sind, werden sie auf ihrem Vormarsch durch den Körper ununterbrochen bekämpft und zerstört, bis in den letzten Winkel Ihres Körpers.

Ein Weißes Blutkörperchen braucht etwa zehn Sekunden, um vom Herz aus das Gehirn zu erreichen und wieder zurückzukehren, bis zur großen Zehenspitze und zurück etwa eine Minute, dem weitest entfernten Punkt in Ihrem Körper. Pro Tag reist ein Leukozyt etwa 1000 Mal durch Ihren Körper . 40 Obwohl Leukozyten – die eigentlich nicht “weiß”, sondern farblos sind – ihren Zellkern während ihrer Lebensspanne behalten, verlieren sie nach Eintritt in den Blutkreislauf ihre Fähigkeit zur Zellteilung und Reproduktion. Denn von nun an besteht ihre einzige Aufgabe darin, Feinde zu vernichten.

Sobald sie in die Blutbahn eingetreten sind, leben Weiße Blutkörperchen im Blutkreislauf maximal vier Stunden, maximal vier Tage im Zellgewebe.41 In diesem kurzen Zeitraum müssen diese “Soldaten Gottes” ihre Aufgabe erfüllen.


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Gäbe es in beiden Götter neben Gott, so würden alle beide gewiss zugrunde gehen. Preis sei Gott, Dem Herrn des Throns, (der erhaben ist) über das, was sie aussagen.
(Sure 21:22 – al-Anbiya)

Bei schweren Körperinfektionen verkürzt sich die Lebenszeit der Leukozyten auf bis zu eine Stunde. Das liegt daran dass die Weißen Blutkörperchen in den heißen Kampfzonen des Körpers kämpfen müssen, was schnell zur Erschöpfung oder zur Vergiftung durch die Eindringlinge führt, sobald ihre Aufgabe erfüllt ist. Während dieses mörderischen Kampfes jedoch läuft im Rückenmark die Produktion von Leukozyten auf Hochtouren, um ständig Reservetruppen schicken und die Infektion des Körpers eliminieren zu können.

Aber selbst wenn es im Körper keine feindlichen Angriffe gibt, zirkulieren nie zuviele Leukozyten im Blutkreislauf, denn auch in “Friedenszeiten” haben sie eine Reihe von Pflichten zu erfüllen. Zum Beispiel regelmäßige Kontrollgänge, um mehrmals pro Tag das Wohlbefinden der etwa 100 Billionen Körperzellen zu überprüfen und dabei soweit nötig kranke oder absterbende Zellen zu eliminieren. Dazu gehören auch Weiße Blutkörperchen, die ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Man unterscheidet bei den Weißen Blutkörperchen fünf unterschiedliche Gruppen, je nach Größe oder ob über einen Zellkern verfügen. Es sind dies T- und B-Lymphozyten, Monozyten, Neutrophilen, Eosinophilen und Basophilen. Die Arbeitsteilung zwischen diesen unterschiedlichen Zelltypen ist äußerst präzise und im wörtlichen Sinn makellos.


Basophilen: Die heimlichen Verteidiger des Körpers

Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, welche Risiken die Blutgerinnselbildung darstellt, eine der Bedingungen für das nahtlose Funktionieren des ganzen Systems. Wie jedoch weiter unten zu zeigen sein wird, ist der Prozess der Blutklümpchenbildung nicht nur ein unvergleichliches Lebenserhaltungssystem, sondern auch eine körpereigene Gefahrenquelle, wenn es nicht hinreichend funktioniert – zum Beispiel, wenn sich Blutklümpchen innerhalb des Körpers bilden.

Blut beginnt in dem Augenblick zu klumpen, wenn es an die Hautoberfläche gelangt und dadurch mit Luft in Berührung kommt – ein perfektes System, das quasi unbemerkt von den meisten unser Leben rettet. Innerhalb des Körpers jedoch kann der gleiche Vorgang zum Tod führen. Selbst das kleinste Blutklümpchen wäre dann groß genug, um den Blutfluss in einer der Venen, die zum Herz führen, zu blockieren. Um das zu verhindern, gibt es im Körper die Basophilen.

Sie deponieren im Blut eine Substanz namens Heparin, die verhindert, dass sich innerhalb des Blutkreislaufs Blutklümpchen bilden. Diese Vorsichtsmaßnahme des Körpers verhindert jede Gefahr für den Körper, bevor sie überhaupt entsteht. Es ist dies ein Phänomen, auf das wir ständig stoßen, wenn wir den Mechanismus des menschlichen Körpers betrachten: Die Vorsichtsmaßnahmen sind schon ständig vorhanden, ehe das Problem auftritt.

Das Heparin schützt nicht nur den Blutkreislauf vor Klümpchenbildung, sondern auch die Venen gegen andere Kreislaufengpässe. Zum Beispiel gegen Fettpartikel. Denn ausgesprochen aktiv wird Heparin nach einer besonders fetten Mahlzeit, die für Ihre Gesundheit ausgesprochen abträglich ist.42


DIE WEISSEN BLUTKÖRPERCHEN SCHÜTZEN 100 BILLIONEN ZELLEN

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Die Zellen, die insgesamt als Weiße Blutkörperchen bezeichnet werden, bestehen eigentlich aus verschiedenen Zelltypen mit verschiedenen Zuständigkeiten. Nach der in der Karte oben gezeigten Arbeitsteilung weiß jede Abwehrzelle, welche Funktion sie erfüllen muss und wo. Dank dieses als Segen von GOTT geschaffenen Systems tritt der Abwehrmechanismus des Körpers schnell und wirksam zugleich in Kraft.

Das Heparin ist ein weiteres Beispiel für die Weisheit der Schöpfung Gottes, die bis in jede Einzelheit unseres Körpers reicht. Selbst wenn all Ihre Organe, Zellgewebe und Moleküle im Gleichgewichstszustand wären, Heparin aber fehlen würde, wäre es vorbei mit diesem Gleichgewichtszustand, und Sie würden sterben. Denn es gehört unabdingbar zu eben diesem ausgetüftelten und perfekt durchdachten System, das Gott erschaffen hat. Umso mehr man sich beschäftigt mit den Mechanismen des Lebens, desto klarer wird, dass Derartiges nicht durch evolutionäre Zufälligkeiten entstanden sein kann, sondern nur durch den Schöpfungsakt Gottes.


Eosinophilen: Parasitenjäger


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Betrachten sie denn nicht die Kamele, wie sie erschaffen wurden, Und den Himmel, wie er erhöht worden ist, Und die Berge, wie sie aufgerichtet worden sind, Und die Erde, wie sie ausgebreitet wurde?
(Sure 88:17-20 – al-Ghadschiya)

Zwar ist die Fähigkeit der Weißen Blutkörperchen, feindliche Eindringlinge zu fangen, nicht so stark entwickelt wie die der Makrophyten, den Hünen der Körperverteidigung. Aber auf einem Kampffeld sind die Eosinophilen unschlagbar: Sie töten auf der Stelle alle Parasiten, die in den Körper eindringen.

Parasiten sind zu groß, um von den anderen Verteidigungszellen des Körpers bekämpft werden zu können. Die Immunzellen des Körpers können zwar einen sehr erfolgreichen Kampf gegen alle Mikrobenarten führen, aber gegen eindringende Parasiten reichen ihre Kräfte nicht aus. Aber dafür hat der menschliche Körper ein anderes Mittel, nämlich die Eosinophilen, die Spezialisten im Kampf gegen Parasiten. Obwohl letztere meist größer als die Eosiniophilen sind, gelingt es diesen dennoch, Parasiten in die Falle zu locken und zu töten.43

Sobald die Eosinophilen im Rückenmark produziert worden sind, machen sie sich sofort auf den Weg in das Zellgewebe. Wenn Parasiten den Körper befallen, setzen die Lymphozyten und Neutrophilen sofort Enzyme frei, die die Eosinophilen alarmieren. Diese heften sich an die Eindringlinge und töten sie durch von ihnen freigesetzte Substanzen. Wir wissen zwar, dass Eosinophilen uns jeden Augenblick unseres Lebens vor Gefahren schützen, aber nur wenig darüber, wie sie das schaffen.44 Denn ihre bewundernswerte Struktur und Funktionsweise ist noch kaum entschlüsselt. Aber schon das Wenige, das wir darüber wissen, beweist, mit makelloser Klugheit und Umsicht Gott diese Zellen geschaffen hat.
Monozyten und Neutrophilen an der Arbeit

Alle bisher besprochenen Arten der Weißen Blutkörperchen haben die Aufgabe, den menschlichen Körper zu verteidigen. Die Namen, die man ihnen gegeben hat, leiten sich ab von der jeweiligen Funktion, die sie ausüben. Aber es ist auch wichtig, zu verstehen, in welcher Form von Arbeitsteilung sie miteinander verbunden sind. Deshalb ist es sinnvoll, sich vorab mit dem Prozess der Phagocytosis auseinanderzusetzen, der von den Neutropylae bewerkstelligt wird. Er verläuft ähnlich wie bei den Makrophyten, der höher entwickelten Form der Monozyten.

Die Phagocytosis ist ein gutes Beispiel, um zu zeigen, wie intelligent Zellen arbeiten. Ein schlauer Angreifer innerhalb des Körpers wird mittels dieser Methode “in Handschellen gelegt” und anschließend “liquidiert”. Diese Methode ist systematisch durchdacht und ermöglicht den erfolgreichen Kampf gegen alle Eindringlinge in den Körper.

Die dazu befähigten Zellen werden im Allgemeinen unter dem Begriff Phagozyten zusammengefasst. Wie weiter oben schon gezeigt, zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie sich wie intelligente Wesen verhalten, indem sie ihre gesamte Umwelt überwachen und bei Handlungsbedarf feindliche Zellen töten. Sie lösen die feindlichen Zellen auf und absorbieren sie anschließend mit Hilfe ihrer “falschen Greifarme”.
Aber wie können diese Zellen in den Körper eingedrungene feindliche Zellen überhaupt erkennen? Denn das ist insofern keine leichte Aufgabe, weil sich all die mikroskopisch kleinen Körperzellen kaum voneinander unterscheiden. Wie also schaffen es die Phagozyten, den Unterschied herauszufinden?

Einer der Gründe für diese Fähigkeit ist ein weiteres Beispiel für das Werk Gottes. Denn Er hat alle Körperzellen ausgestattet mit einer Oberfläche, die gegenüber Phagozyten resistent ist, weil sie auffälllig weich ist. Diese Weichheit signalisiert den Phagozyten quasi den Begriff “Freund”, was für die Phagozyten von zentraler Bedeutung ist, weil sie darauf programmiert sind, feindliche Zellen an ihrer Oberfläche zu erkennen. Dann allerdings kennen sie kein Erbarmen und greifen sogar eigene, aus irgendwelchen Gründen aufgeraute Körperzellen an – was dann einer Art zellulärem Selbstmord gleichkäme.

ßer ihrer weichen “Außenverkleidung” verfügen die meisten Körperzellen auch über ein gegen Phagozyten schützendes Protein als eine Art Schutzschild, über den die eingedrungenen feindlichen Partikel und abgestorbene eigene Körperzellen nicht verfügen und deshalb den Phagozyten zum Opfer fallen.


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(a) Der Makrophage dehnt seine Vorwölbung – oder sein Scheinfüßchen – aus in Richtung auf das sich vervielfältigende Bakterium. (b) Auf diese Art wird das Bakterium vom Makrophagen gefangen. (c) Der Makrophage saugt die Bakterien mit seiner eigenen Zellmembran ein und zerstört sie mit kräftigen lysosomalen Enzymen. Allerdings ist das keineswegs das Ende des Abwehrprozesses. Um die Überreste, die vom Bakterium geblieben sind, wegzuputzen, verwendet der Makrophage dessen bestimmende Proteine und bindet sie an sich wie ein Fähnchen. Dieses Fähnchen ermöglicht anderen Abwehrzellen – den Lymphozyten – Informationen über ähnliche Bakterien, die den Körper befallen haben könnten, zu gewinnen.

Damit nicht genug, versorgt das Immunsystem des Körpers die Phagozyten auch noch mit Antikörpern gegen feindliche Eindringlinge wie zum Beispiel Bakterien. Diese Antikörper heften sich an die Bakterienmembran und “öffnen” sie gewissermaßen für den Zerstörungsprozess der Phagocytosis. Erstaunlicherweise geschieht das, indem sich die Antikörper sowohl mit der Bakterienmembran als auch mit den Phagozyten verbinden.45

Man muss sich genau vor Augen führen, auf welche Weise eine Zelle ihe Aufgabe wahrnimmt, feindliche Zellen zu bekämpfen, und wie sie dafür ausgerüstet ist. Phagozyten kommen nie auf die Idee, eines Tages Sauerstoff zu transportieren oder sich in eine Muskelzelle zu verwandeln. Sie bleiben stets ihrer Aufgabe treu, den Körper zu verteidigen – zuverlässig, jeden Tag, jede Stunde. Ihr “Job” ist schwierig und gefährlich zugleich, aber sie machen nie einen Fehler, wenn es darum geht, feindliche Zellen zu erkennen und zu orten. Es scheint, als könnten sie sehen, obwohl sie keine Augen haben, und als könnten sie denken, obwohl sie kein Gehirn haben. Sie stehen unter dem Befehl Gottes, Der sie wie alles andere Leben auf dieser Erde auch makellos erschaffen hat und sie jeden Augenblick beobachtet. Im Quran hat

Gott genau davon gesprochen:

Gott ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat und vor der Erde ebensoviel. Der Befehl steigt zwischen ihnen herab, damit ihr wisst, dass Gott Macht über alle Dinge hat und dass Gott alle Dinge mit Seinem Wissen umfasst. (Sure 65:12 – at-Talaq)


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Makrophagen greifen die Feindzellen, die sie an deren Oberfläche erkennen, an und präsentieren Teile der Feinde an sich selbst. Dieses Signal meldet die Anwesenheit eines Feindes im Körper und löst die Immunantwort aus.
(1) Der Makrophage greift die Mikrobe an. Eine örtliche Entzündung wird eingeleitet. (2) Die Makrophagen präsentieren Teile der Mikrobe auf ihren Oberflächen. (3) Dies aktiviert die spezifische Immunantwort, und (4) bewirkt die Absonderung von Proteinen. (5) Einige Proteine regen die Reifung von Monozyten an. (6) Und einige andere verursachen Fieber.

(1) Makrophagen greifen die Mikrobe an.
(2) Der Makrophage verschlingt die Mikrobe und präsentiert einige Teile auf seiner Oberfläche.        
(3) Die Immunantwort wird eingeleitet.
(4) Proteine werden abgesondert.
(5) Monozyten beginnen zu Makrophagen auszureifen.
(6) Die Körpertemperatur steigt.

Der Feind wird mit Zangen gepackt

Da die Neutrophilen, die in die Zellen eindringen, voll ausgereifte Zellen sind, können sie sofort die Phagocytosis in Gang setzen. Nachdem sie sich der Zelle genähert haben, wird diese zunächst berührt. Dann fahren die Neutrophilen ihre “falschen Füßchen” (zangenähnliche Greifarme) aus in verschiedene Richtungen. Sie umgreifen die feindliche Zelle und halten sie fest. Dadurch wird die feindliche Zelle dem Neutrophil einverleibt, verliert ihre Membran und kollabiert im Zytoplasma des Neutrophil. Jedes davon kann bis zu 20 Bakterien auf diese Weise töten, ehe es selbst stirbt.

Aber Monozyten, die Ausgangsform der Makrophagen, müssen erst heranwachsen, bevor sie ihre Aufgabe erfüllen können. Deshalb reisen sie 10-20 Stunden mit dem Blutstrom durch den Körper, ehe sie in das Zellgewebe eintreten, wo sie anschwellen und zu “echten” Makrophyten werden. Anschließend leben sie monate- oder gar jahrelang, bis sie schließlich im Prozess der Phagocytosis aufgelöst werden. Die Makrophagen im Zellgewebe bilden ein fehlerloses System zum dauerhaften Schutz gegen Infektionen, das allerdings verschieden von dem der Neutrophilen ist. Sie können durchschnittlich 100 Bakterien durch Phagocytosis töten. Sie können auch im Gegensatz zu Neutrophilen feindliche Zellen töten, die wesentlich größer als Bakterien sind.


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(1)Der Makrophage ergreift das Antigen, konserviert und verarbeitet es.
(2)Das Antigen verbindet sich mit einem neuen MHC-Klasse-II-Protein.
(3)Die neu kombinierte MHC-Klasse-II-Oberfläche entsteht.
(4a)Induziert durch externen Erreger wie Bakterien oder Pilze
(4b) Induziert durch virales oder kanzeröses Antigen
(5)Der Makrophage ergreift virale oder kanzeröse Substanzen. Das Antigen wird konserviert und verarbeitet.
(6)Virale oder kanzeröse Proteine werden abgebaut und verbinden sich mit MHC-Klasse-I-Protein.
(7)Die neu kombinierte MHC-Klasse-I-Oberfläche entsteht.

Mittels einer sehr systematischen Methode fangen und zerstören die Makrophagen eine Zelle, die den Körper befallen hat. Der Makrophage erfasst das Antigen und verarbeitet es, um eine seiner MHC-Klasse-I oder –II-Oberflächen zu ergänzen. Gebunden an das MHC-Protein bildet das Antigen einen Oberflächenkomplex, der die Oberflächenrezeptoren der T-Zellen stimuliert. Das MHC-Protein in dem Komplex bestimmt, ob es sich an eine Killerzelle oder eine Helferzelle bindet. 

Die Neutrophilen verdauen normalerweise die von ihnen getöteten Zellen in sich selbst. Dabei werden allerdings durch das abgetötete Bakterium soviele Toxine freigesetzt, dass sie nach maximal 25 “verschlungenen” Bakterien das Neutrophil selbst töten. So gesehen, opfern sich also die Neutrophilen auf, damit der Körper überleben kann. Anschließend werden die toten Neutrophilen von den Makrophagen “verschlungen”.
Die Makrophagen wiederum besitzen die Fähigkeit, ihre eigenen Abfallprodukte auszustoßen, sodass sie sich nicht selbst vergiften können. Deshalb können sie monate-, ja sogar jahrelang ihrer Aufgabe nachkommen.46


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Die Komponenten des Immunsystems beseitigen nicht nur Feinde, sondern ergreifen auch Vorsichtsmaßnahmen für den Fall, dass ein spezieller Feind den Körper jemals wieder angreift. Während all dies geschieht, leben die meisten Menschen nichtsahnend von diesem vollkommenen, von GOTT geschaffenen System.

All das ist ein Beweis für die Allwissenheit Gottes, die wir mit tiefem Erstaunen in jedem System entdecken können. Es ist faszinierend, wie winzige lebende Zellen eine feindliche Zelle erkennen und wirksam gegen sie vorgehen können. Noch faszinierender ist, dass sie dazu auch in der Lage sind, wenn sie auf den gleichen Feind irgendwann später treffen. Zu diesem Zweck trennen die Makrophyten nach erfolgreicher Bekämpfung der feindlichen Zelle einen Teil davon, das sogenannte Antigen, davon ab, das später sofort der Wiedererkennung dient. Dieses Antigen trägt es dann auf seiner eigenen Oberfläche mit sich herum wie einen Wimpel, der wie ein Leitsignal dient für die Lymphozyten, die eigentlichen Helden in diesem Kampf gegen Eindringlinge. Dank dieser vorbereitenden Schutzmaßnahme der Makrophagen können dann die Lymphozyten sofort den Feind erkennen. Sobald sie wieder angreifen sollten, werden sie sofort von den Leukozyten angegriffen und zerstört.

Jeder, der rational und vorurteilsfrei diese Tatsachen betrachtet, wird erkennen, wie haltlos der evolutionistische Mythos vom zufälligen Ursprung des Lebens ist. Aber dennoch gibt es noch viele, die, obwohl in Kenntnis dieser Tatsachen, die Evolutionstheorie nachwievor verteidigen. Aber diesen Dogmatismus halten sie nur aufrecht, um weiterhin die Existenz Gottes, Der all dies erschaffen hat, weiterhin leugnen zu können. Erklärt werden kann eine derart verbohrte Haltung nur durch psychologische Gründe.

Sich Gott, unserem allmächtigen Herrn, zu ergeben und Ihn zu lobpreisen für all Seine Schöpfungen, fällt diesen Menschen äußerst schwer, die ihr eigenes Menschsein verherrlichen, ja vergöttlichen. Aber stattdessen sollten sie einfach die Herrschaft Gottes über alles anerkennen und Ihm dafür entsprechend danken. Tag für Tag wächst in aller Welt die Zahl jener Menschen, die dies tun. Das gilt auch für eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern, die sich durch ihre eigenen Forschungen allmählich vom Mythos der Evolution befreien.
Lymphphozyten: Die Oberbefehlshaber der Verteidigungsarmee


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Und Gott hat euch aus den Leibern euerer Mütter als ganz und gar Unwissende hervorgebracht. Doch Er gab euch Gehör und Gesicht, Verstand und Gemüt, damit ihr dankbar wäret.
(Sure 16:78 – an-Nahl)

Die von den Makrophagen bewerkstelligte Verteidigungsleistung ist von eminenter Wichtigkeit für den Körper, weil dank dieser quasi intelligenten Zellen eindringende feindliche Zellen vernichtet werden. Aber da sie so erfolgreiche Arbeit leisten, stellt sich die Frage: Wozu eigentlich dann noch die Lymphozyten? Wieso bedarf es noch einer zweiten Verteidigungslinie durch eine weitere Art von “Killerzellen”?

Die Beantwortung dieser Frage hat zu tun mit der unterschiedlichen Größe der in den Körper eindringenden Fremdkörper. Denn unser Körper ist vorbereitet auf ganz unterschiedliche Feinde, die ihn bedrängen können. Dazu gehören feindliche Eindringliche, die so stark und mächtig sind, dass sie im schlimmsten Fall den ganzen Körper okkupieren würden. Dann sind andere “Waffenkaliber” gefragt, dann treten die Lymphozyten auf den Plan und führen einen mörderischen Kampf gegen die Eindringlinge.
Um den Vormarsch ihrer Feinde zu stoppen, verfügen die Lymphozyten über ein Arsenal chemischer Waffen. Es ist ein unzweideutiger Beweis für die Schöpfung, dass Zellen, die nur wenige Mikrometer groß sind, toxische Substanzen produzieren und an der jeweils richtigen Stelle adäquat einsetzen können. Denn die Produktion toxischer Stoffe ist selbst für Menschen mit technischen Hilfsmitteln ein komplizierter Prozess. Aber in diesem Fall ist der “Giftmischer” eine einzelne Zelle, die sich im Blutstrom bewegt und über keinerlei chemisches Wissen verfügt. Außerdem genügt es nicht, dass “er” Toxine herstellen kann. “Er” muss auch wissen, wohin damit und wie es eingesetzt werden soll. Ansonsten würde “er” selbst daran zugrundegehen, und der zu schützende Körper würde in feindliche Hände fallen.

Die Lymphozyten gehen bei alledem so offensichtlich sorgfältig und überlegt vor, dass man glauben könnte, man hätte es mit einem bewussten Lebewesen zu tun. Aber dieser Vergleich würde insofern hinken, als selbst jeder bewusst handelnde Mensch Fehler macht. Nicht so jedoch die Lymphozyten. Und das, obwohl sie selbsterzeugte Toxine so vorsichtig transportieren müssen, dass sie weder sich selbst noch unserem Körper schaden können.

Als ob sie sich bewusst wären, welch gefährliche Fracht sie transportieren, “verstauen” sie sie in kleinen Säckchen in ihrer Zellmembran. Aber sie müssen auch wissen, in welche Körperzellen sie, am Zielort angelangt, diese Toxine injizieren müssen. Würden sie nicht über dieses Wissen verfügen, ergäbe sich daraus eine schwere Gefahr für den Körper, weil diese Elitesoldaten im Prinzip jede andere Körperzelle zerstören können. Jeder Fehler bei der Unterscheidung zwischen Freund und Feind könnte zum Tod des betreffenden Menschen führen.
Alle mit Medizin befassten Menschen staunen immer wieder, mit welcher Präzision Lymphozyten feindliche Zellen erkennen, sie angreifen und ihr Gift in sie injizieren. Wie ist es möglich, dass ein Mikroorganismus ohne irgendwelche Sinnesorgane andere Mikroorganismen voneinander unterscheiden kann, obwohl sie sich so sehr ähneln? Es ist fast unglaublich, wozu Lymphozyten in der Lage sind.


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a) T-Zellen greifen eine Krebszelle an.
(b) Unten ist zu sehen, was die T-Zellen während dieses Vorgangs tun. Während des Angriffs setzt eine T-Zelle das Protein Perforin in sich frei. Perforin öffnet Verletzungen in der angezielten Zielmembran, lässt Flüssigkeit und Salze eindringen. In der Folge birst die gesundheitsschädliche Zelle und stirbt ab.

Menschen erkennen sich gegenseitig an ihrem Äußeren und ihren Stimmen. Lymphozyten hingegen erkennen ihre Feinde an deren Proteinen. Jedes bakterielle und virale Protein unterscheidet sich von menschlichen Proteinen. Die Immunzellen können diesen Unterschied sofort feststellen.47 Anhand der abweichenden Proteine der Eindringlinge in Ihren Körper können die Lyphozyten sofort den fremden “Besucher” als solchen erkennen, ebenso wie Sie sofort einen Fremden in Ihrer Wohnung erkennen.

Natürlich sehen sich Darwinisten gezwungen, ein derartiges Wunder der Schöpfung mit ihren evolutionistischen Begriffen zu erklären. Das ist ein riesiges Problem für sie, weil Lymphozyten Zellen sind, die keine Chance haben, durch “trial and error” zu lernen. Um die phänomenale Leistung der Lymphozyten zu erklären, müssten sie beschreiben können, wodurch die Verteidigungszelle zwischen körpereigenen und feindlichen Zellen zu unterscheiden weiß, woher sie weiß, wen sie zu töten hat, wie sie das dazu notwendige Toxin produziert, wie die Transportsäckchen dafür produziert werden und das Ganze an seinen Bestimmungsort gelangt, ohne dass der Körper insgesamt irgendeinen Schaden erleidet. Hinzu kommt, dass die Zelle mindestens solange leben muss, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Der Evolutionstheorie zufolge hat sich all das im Lauf der Zeit in einem unstrukturierten Umfeld zufällig entwickelt, weil es ja innerhalb der Evolutionstheorie keine bewusste Planung gibt.


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Eine T-Lymphozyte infiziert vom HIV-Virus. Trotz ihrer Kraft sind T-Lymphozyten hilflos angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich der HIV-Virus beständig verändert und sich für das Immunsystem des Körpers selbst unkenntlich macht.

Den Evolutionisten zufolge hat sich das System der Lymphozyten erst allmählich, durch eine Folge von Zufälligkeiten entwickelt, und zwar erst, als der Körper ein Verteidigungssystem benötigte. Diese Behauptung bleibt aber die Antwort schuldig, wie sich der menschliche Körper denn vorher über Hunderte, ja Tausende von Jahren hinweg geschützt haben soll. Unter diesen hypothetischen Bedingungen hätte der menschliche Körper ohne ein solch vollentwickeltes Immunsystem nämlich innerhalb weniger Tage zugrundegehen müssen, sei es durch eine bakterielle oder eine virale Infektion. Und selbst wenn man die evolutionistische Erklärung akzeptieren würde, so wäre erst noch zu klärenwieso das ganze Systemderart fehlerfrei funktioniert.

Aber natürlich ist es unsinnig, ein solches Märchen wie das der Darwinisten zu glauben. Erstaunlicherweise jedoch klammern sich die Evolutionisten daran. Es ist aber unmöglich, dass unplanmäßige Zufälle solch perfekte Organismen, Systeme und komplexe Strukturen zustandebringen können, ohne dabei Fehler zu begehen. Denn Zufälle in bereits existierenden Systemen führen zwangsläufig immer zu Fehlern. Jede zufällige Intervention in einem Mechanismus mit schon erreichter hinreichender Komplexität führt unweigerlich zu dessen Beeinträchtigung. Also kann sich auch ein derart komplexes und kompliziertes System wie das Immunsystem nicht durch das Zufallsprinzip entwickelt und ausgeformt haben. Dennoch dem evolutionistischen Mythos zu folgen und ihn ohne irgendeinen wissenschaftlichen Beweis mit wissenschaftlicher Terminologie zu verkleiden, verdient wirklich nur Verachtung.


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Gott ist es, Der die Erde euch zu einem Rastplatz und den Himmel zu einem Zeltdach gemacht hat und Der euch formte – und euere Gestalt schön machte! – und euch mit Gutem versorgte. So ist Gott, euer Herr. Segensreich ist Gott, der Herr der Welten!
(Sure 40:64 – Ghafir)

Angesichts dieser Sachlage muss jeder Leser dieses Sites sich entscheiden: Entweder er bleibt bei seinem Glauben an den evolutionistischen Mythos, oder er legt ihn beiseite als ein aus der Luft gegriffenes biologisches Märchen. Da wir von einem Immunsystem sprechen, das nachweislich derart perfekt ist, muss eigentlich jedem klar sein, dass es sich nicht über verschiedene Entwicklungsstufen zufällig entwickelt haben kann. Das von uns beschriebene System kann nur als Ganzes funktionieren oder gar nicht. Man kann unmöglich eine seiner Komponenten herausnehmen oder herausdenken, und so tun, als habe sich das Ganze schrittweise entwickelt und zusammengefügt über Jahrtausende hinweg. Die Weißen Blutkörperchen, jedes einzelne von ihnen, hat seinen Platz im menschlichen Körper in einem einzigen Augenblick gefunden, den Gott allein bestimmt hat. Es erfüllt seine Aufgabe genau in der Weise, wie Gott sie festgelegt hat. Es steht unter Seiner Kontrolle bei allem, was es tut, und zu jedem Zeitpunkt. Diese Wahrheit hat uns Gott selbst im Quran offenbart:

Gott! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen liegt.” Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Sure 2:255 – al-Baqara)


Arbeitsteilung: B- und T-Lymphozyten

B-Lymphozyten, die Waffenfabrik des Körpers, werden im Rückenmark produziert, gelangen von dort über den Blutkreislauf in die Lymphdrüsen und lassen sich dort nieder. Sobald Gefahr droht, treten sie auf den Plan. Die Waffen, die sie gegen feindliche Eindringlinge schmieden, sind Y-förmige Antikörper. Diese werden ihrem Zellmantel integriert, bis sich Tausende von Antikörpern innerhalb dieser Zellen angesammelt haben. Einem feindlichen Eindringling ist es fortan unmöglich, diesen körpereigenen “Spitzeln” zu entkommen, sie “sehen” alles.
Nachdem sie ausgereift sind, durchstreifen die B-Lymphozyten jehrelang wie eine Militärpatrouille den Körper. Sobald ein Feind entdeckt wird, schrillt die Alarmglocke im Körper. Die B-Lymphozyten rücken sofort aus und stellen den Feind, um ihn zu vernichten, indem sie all seine Proteine absorbieren und auflösen, die er mit sich trägt, zum Beispiel einen Virus. Anschließend integrieren sie Teile des vernichteten Mikroorganismen in die Oberfläche ihrer eigenen Zellmembran. Wenn der ursprüngliche Kampfauftrag erledigt ist, bleiben so Informationen über den Feind in den B-Lymphozyten gespeichert als sogenannte Antigene.


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1. Ein bakterieller Einfall löst die Entzündungsantwort aus, einschließlich der durch Makrophagen ausgeführten Phagozytose.
2. Enzyme innerhalb des Makrophagen verdauen die bakterielle Zelle, außer den Antigenen, die auf der Oberfläche des Makrophagen präsentiert werden, verbunden mit einem MHC-Marker. T-Helferzellen werden durch diesen Antigen-MHC-Komplex in Bewegung gesetzt.
3. Eine B-Zelle mit den gleichen membrangebundenen Antikörpern verarbeitet auch Antigen. So entstehen auch bei ihr MHC-Antigen-Komplexe.
4. Die Helferzelle erkennt den Antigen-präsentierenden Makrophagen. Dann interagiert sie mit der B-Zelle, löst deren Teilung aus.
5. Einige der neugebildeten B-Zellen unterteilen sich in Antikörper-absondernde Plasmazellen.
6. Zirkulierende Antikörper verbunden mit Antigen kennzeichnen den Feind für die Zerstörung.
7. Entzündungsantwort verstärkt (zum Beispiel setzen sich mehr Makrophagen in Bewegung).
8. Einige der neugebildeten B-Zellen unterteilen sich in Gedächtniszellen.

Dieses Diagramm zeigt die Verstärkung der Entzündungsantwort – in diesem Beispiel die durch Antikörper vermittelte Antwort auf eine bakterielle Attacke. Plasmazellen setzen Antikörper frei, die durch das Blut reisen und die Angreifer kennzeichnen. Diese markierten Eindringlinge setzen andere Abwehrelemente wie die Makrophagen in Aktion, ermöglichen ihnen die Teilnahme an der Abwehr.

Sobald diese “Kampfphase” abgeschlossen ist, benötigen jedoch die B-Lymphozyten Hilfe. Dafür stehen bereits die T-Lymphozyten Gewehr bei Fuß. Sie erkennen ihre verbündeten B-Lymphozyten anhand der Antigene, die sie tragen, und docken bei ihnen an. Während des Andockmanövers setzen letztere eine Substanz frei, die chemische Signale an die T-Lymphozyten mit der Information “Feind” sendet, in Verbindung mit der Information: “Die anderen Truppenteile informieren und mobilisieren!”48 Daraufhin setzen sich die T-Lymphozyten sofort in Marsch
Um alles Weitere tiefer zu verstehen, müssen wir uns etwas genauer beschäftigen mit den T-Zellen, die in der Thymusdrüse genau oberhalb des Herzens produziert werden. Sobald sie “erwachsen” geworden sind, lernen sie schnell, unterschiedliche Antigene zu identifitieren. Dieser Lernprozess ist lebenslang für unseren Körper von enormer Bedeutung, weil er ohne diese Lernfähigkeit der T-Zellen hilflos gegenüber Angreifern wäre. Die “Grundausbildung” der T-Zellen befähigt sie, anschließend Abermillionen von natürlich vorkommenden Antigenen zu erkennen. Das ist schon erstaunlich genug, aber hinzu kommt, dass die T-Zellen erstaunlicherweise sogar von Menschen künstlich erzeugte Antigene identifizieren können.


DIE HARMONIE ZWISCHEN DEM ANTIKÖRPER UND DEM ANTIGEN

 

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Nachdem die T-Zellen Antigene einbringen, die sie zu den B-Lymphozyten liefern, teilen sich die B-Zellen und beginnen, die passenden Antikörper zu erzeugen. Die Kompatibilität des Antikörpers mit dem Antigen ist ein makelloses Beispiel der Schöpfung.

Kein Evolutionist wird jemals erklären können, wie eine für das menschliche Auge nicht sichtbare Zelle die einem menschlichen Körper von außen drohenden Gefahren erkennen und ihnen entgegentreten kann. Die einzige Erklrung dafür ist die Tatsache, dass der menschliche Körper und sein “Draußen” das Werk eines einzigen Schöpfers sind. Und das kann nur Gott sein, Der alles erschaffen hat.

Die T-Zellen-Wachtposten im Körper, die über die Gefahr alarmiert werden, verbreiten sich anschließend im ganzen Körper, um ihre empfangenen Direktiven dort zu verbreiten. Dadurch werden alle B-Zellen im Körper vom Eindringen feindlicher Zellen und deren Eigenschaften informiert.

Daraufhin beginnen sie sich zu teilen und zu vermehren, um ihre “Truppenstärke” zu vertausendfachen. Anders als die vorher schon vorhandenen B-Zellen jedoch, sind die neuproduzierten B-Zellen keine “kämpfende Truppe”. Ihre Aufgabe ist es, im ganzen Körper nach Antigenen zu suchen und sie dann an sich zu binden. Dann treten sie wiederum in Verbindung mit anderen Immunzellen, den eigentlichen “Killerzellen”, die speziell dafür geschaffen sind und ihren Auftrag zuverlässig erfüllen.

Es dauert etwa fünf Tage, bis die B-Lymphozyten ihre Antikörperfabriken aufgebaut haben und mit der Antikörperproduktion beginnen. Während dieser Zeit schaltet der Körper auf Immunzellen um, über die er schon seit seiner Geburt verfügt. In dieser Zeit fühlt man sich ziemlich schwach und bekommt normalerweise Fieber. Wenn die fünf Tage verstrichen sind, bessert sich der körperliche Gesamtzustand wieder, weil inzwischen die B-Zellen ihre Aufgabe erfüllt und die feindlichen Zellen abgetötet haben.


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T-Zellen, grundlegende Bestandteile des Immunsystems, werden in der Thymusdrüse erzeugt. Dann beginnt eine Reihe von Trainingsmaßnahmen, denn die T-Zellen müssen die Antigene, die sie antreffen, auch erkennen können. Infolge dieses noch nicht erklärbaren Trainings sind die Zellen in der Lage, sogar künstliche, im Labor hergestellte Antigene zu erkennen.

Der Grund, warum wir Menschen Krankheiten wie zum Beispiel Masern nur einmal im Leben bekommen, liegt darin, dass nach der ersten Erkrankung die B-Lymphozyten beim nächsten Angriff sofort den entsprechenden Erreger erkennen, bekämpfen und eliminieren. Der Erreger hat keine Chance, sein Zerstörungswerk ein zweitesmal zu beginnen. Eben deshalb werden Kinder mit schon vorher abgetöteten oder geschwächten Krankheitserregern geimpft. Die B-Zellen sind dann “vorgewarnt”.49


B-LYMPHOZYTEN VERMEHREN SICH UND VERBREITEN DIE NEUIGKEITEN DER INVASION

 

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Pathogen befällt den Körper.
Der Makrophage präsentiert den Antigen-MHC-Komplex auf seiner Oberfläche und sondert IL-1 ab.
Helferzellen-Rezeptor verbindet sich mit dem Komplex.
Klon von passenden B-Lymphozyten
Einige B-Zellen verändern die Form, um Plasmazellen zu erzeugen.
Plasmazellen sondern spezifische Antikörper ab.
Lymphe und Blut transportieren Antikörper zu der infizierten Stelle. 

Wenn die B-Zelle sich einem Antigen anlagert, und die Helferzellen beginnen, Interleukin abzusondern, wird die B-Zelle aktiviert. Sie fängt an sich zu vermehren und zu teilen, einige wandeln sich zu Plasmazellen um, die Antikörper absondern. Die Plasmazellen bleiben im Lymphgewebe, aber die Antikörper kommen durch den Blutkreislauf und das Lymphsystem zu den infizierten Stellen. Es entstehen Antigen-Antikörper-Komplexe und stimulieren das Komplementärsystem. Einige B-Zellen unterteilen sich in Gedächtniszellen und fahren fort, Antikörper zu erzeugen, sogar noch Jahre nach der Infektion.

 


38 Regina Avraham: “The Circulatory System.” In: The Encyclopedia of Health,  S. 50.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
39  Yusuf Alan: “Vucut, Kan” (Der Körper, das Blut). http://people.a2000.nl/aalan/sirlar/vuc.htmlhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
40 Ibid.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
41 Ayten Sucu, Semra Bayar, Melahat Kupeli, Biyoloji Lise 2, (“Biologie”) MEB Devlet Kitaplari, Istanbul 2000, S. 26.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
42 Textbook of Medical Physiology, S. 58.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
43 Textbook of Medical Physiology, S. 58.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
44 “Eosinophil,” http://www.hon.ch/Library/Theme/Allergy/Glossary/eosinophil.htmlhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
45 Textbook of Medical Physiology, S. 53.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
46 Ibid.,S. 54.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
47 Bilim ve Teknik, S. 65.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
48 Ibid.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
49 Ibid., S. 65-66.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif