DAS WUNDERTÄTIGE MOLEKUL, DAS DIE DARWINISTEN WIDERLEGT

Dem Darwinismus zufolge sind alle Lebewesen entstanden und haben sich entwickelt durch zwei Naturgesetze: natürliche Selektion und Mutation. Aber in Wirklichkeit ist es schlicht unmöglich, dass eines dieser Naturgesetze eine neue Art hervorbringen oder einer schon existierenden eine neue Fähigkeit hinzufügen könnte. Dennoch ist in allen darwinistischen Quellen immer wieder die Rede von diesen beiden angeblichen Naturmechanismen. Bei genauerer Betrachtung dieser Argumentation stellt man jedoch fest, dass man in ihr keinen einzigen brauchbaren Hinweis darauf findet, was denn diese beiden Mechanismen eigentlich geschaffen haben sollen.

Was auch immer man von darwinistischer Seite liest oder sieht, es handelt sich stets um reine Spekulation. Natürlich kann man einen Artikel mit langen Sätzen und ausgeschmückt mit wissenschaftlichen Begriffen schreiben, der angeblich “dokumentiert”, wie sich ein Meerestier durch diverse Mutationen in ein landbewohnendes Tier verwandelt hat. Aber in keinem einzigen evolutionistischen Beitrag wird man Antworten auf die zentralen Fragen des Lebens finden. Wo und wie sollen die Mutationen eigentlich entstanden sein? Welche Wirkungen und Veränderungen haben sie angeblich bei Lebewesen hervorgerufen? Über welche Entwicklungsstufen hinweg soll das geschehen sein? Dass die Evolutionisten all diese Fragen nicht beantworten können, liegt schlicht daran, dass es ihre großartige Evolution nie gegeben hat.


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Wie bei allen anderen biochemischen Strukturen ist die komplexe Struktur des Hämoglobins zu fein ausbalanciert, um irgendeine zufällig auftretende Mutation vertragen zu können. Irgendeine zufällige chemische Veränderung seineer Struktur würde dieses kostbare Protein schlagartig in eine funktionslose Ansammlung von Aminosäuren verwandeln.

Dem gleichen Argumentationsschema folgen auch die Erklärungsversuche der Evolutionisten hinsichtlich des Hämoglobin. Man findet in der gesamten evolutionistischen Literatur auch nicht den kleinsten Beweis dafür, dass sich dieses wundertätige Molekül angeblich evolutionär entwickelt hat. Kein Wunder: Die hochkomplexe Struktur dieses Moleküls und seine unterschiedliche Erscheinungsform in verschiedenen Tierarten stellt nämlich die Evolutionisten vor ein für sie unlösbares Problem. In seinem Buch Das Große Geheimnis der Evolution sieht sich der evolutionistische Genetiker Gordon Rattray Taylor zu folgendem Eingeständnis veranlasst:

Das Hämoglobin spielt in der Evolutionsgeschichte eine willkürliche Rolle, da es in vielen unterschiedlichen Spezies auftaucht. Es findet sich in einigen Paramecium-Arten (extrem einfach gebauten Einzellern), die jedes Schulkind kennt. Es findet sich aber auch in Würmern, Mollusken, Insekten und selbst in den Wurzeln von Hülsenfrüchten. Was es an all diesen Orten jeweils zu suchen hat, ist weitgehend nicht erklärbar. Klar scheint lediglich zu sein, dass es jeweils unabhängig voneinander und immer wieder erfunden wurde.30

Dass sich ein Evolutionist wie Taylor zu diesem Eingeständnis gezwungen sieht, ist von größter Bedeutung. Die Tatsache, dass das Hämoglobin in unterschiedlichen Lebewesen unterschiedliche Formen annehmen kann, was in kein evolutionistisches Erklärungsschema passt, beweist eindeutig, dass es in seiner jeweiligen Besonderheit für unterschiedliche Gruppen von Lebewesen erschaffen worden ist. Die Wahrheit, von Taylor vornehm umschrieben mit “unabhängig voneinander erfunden”, ist die Wahrheit der Schöpfung.


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Mindestens 120 Mutationen sind notwendig, damit sich die Alpha- und Betaketten, die Hämoglobin enthalten, gegenseitig umwandeln. Jedenfalls kann die Veränderung nur einer Aminosäure in dieser Folge die Blutzellen zerstören. Die Ursache der Sichelzellenanämie ist genau eine solche Mutation.


In gleicher Sache äußert sich Michael Denton, Professor für Biochemie, in seinem Buch Evolution: Eine Theorie in der Krise:
Es gibt keinerlei Hinweise auf der molekularen Ebene für die traditionelle evolutionäre Sequenz von Fischen zu Amphibien, von Amphibien zu Säugetieren. Unglaublicherweise steht der Mensch dem Neunauge [in seinem Hämoglobin] näher als die Fische!31

Hinzu kommt, dass, wie in allen anderen komplexen Organismen auch, die Hämoglobinstruktur viel zu sensibel ist, um irgendwelche Mutationen überhaupt zuzulassen. Wenn die Aminosäurensequenz, die das Hämoglobinprotein bildet, beschädigt wird, bleibt nichts davon übrig als ein nutzloser Haufen Aminosäuren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Hämoglobinmolekül eine adäquate Aminosäurensequenz für eine Mutation findet, liegt bei 1: 10950 – eine Mutation ist also faktisch gar nicht möglich! Murray Eden vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) schreibt dazu:

Das Hämoglobin besteht aus zwei Ketten, Alpha und Beta genannt. Mindestens 120 Mutationen wären notwendig, um aus Alpha Beta werden zu lassen. Mindestens 34 dieser Veränderungen setzen Veränderungen in zwei oder drei Nukleotiden voraus. Aber schon ein einziger durch Mutation bewirkter Nukleotid würde das Blut zerstören und zum Tod des fraglichen Organismus führen!32

Wenn man auch nur eine der Aminosäurenketten des Hämoglobin entfernen oder ihre Position verändern würde, würde dieses Protein entweder beschädigt oder seine Funktion vollständig verlieren. Das beste Beispiel dafür ist die Sichelzellenanämie, die wir schon weiter oben diskutiert haben. Der einzige Grund für das Auftauchen dieser Krankheit, für die es bis heute keine Heilungsmöglichkeit gibt, liegt darin, dass nur zwei der Aminosäureketten im Hämoglobinmolekül den Platz vertauscht haben – nur zwei von insgesamt 287! Dazu schreibt der Nobelpreisgewinner George Wald Folgendes:

Wenn auch nur eine einzig mutativ verursachte Veränderung im Hämoglobinmolekül stattfinden würde, wäre es sofort funktionsuntüchtig. Schon die Positionsveränderung auch nur einer einzigen von 287 Aminosäureketten verursacht Sichelzellenanämie, weil dadurch aus Glutamin Valin wird. Und das führt in 25% der Fälle zum Tod der Patienten.33

Die Darwinisten behaupten, ihre Evolutionstheorie könne sich auf eine Fülle von Beweisen stützen und sei erhärtete wissenschaftliche Wahrheit. Aber was ist das für eine Wahrheit, wenn sie nicht einmal ein einziges, hochkomplexes Molekül wie das Hämoglobin auch nur ansatzweise erklären kann? Eine solche Theorie taugt nichts.


Myoglobin: Sauerstoffversorger der Muskeln

Ein weiteres Molekül im Körper hat die Aufgabe, die Muskelzellen mit Sauerstoff zu versorgen. Es heißt Myoglobin, und seine Struktur ist der von Hämoglobin sehr ähnlich, mit der Ausnahme, dass es im Gegensatz zum Hämoglobin nur ein einziges Sauerstoffmolekül transportieren kann. Aber das reicht zur Versorgung der Muskelzellen, weil deren Sauerstoffbedarf niedriger ist als der anderer Zellen. Deshalb entspricht Myoglobin den Erfordernissen der Muskelzellen besser als Hämoglobin. Mit den anderen Zellen im Körper verhält es sich anders. Für sie ist es von elementarer Bedeutung, ständig große Sauerstoffmengen zugeführt zu bekommen, wofür wie gesagt die Hämoglobinmoleküle mit ihrer Vierfachbindungsfähigkeit sorgen.

Wenn diese Aufgabenverteilung im Körper umgekehrt herum organisiert wäre, könnte das Myoglobin nicht genügend Sauerstoff durch den Körper transportieren, während das Hämoglobin zuviel Sauerstoff zu den Muskelzellen transportieren würde, was zu deren “Austrocknung” führen würde. Aber weder Hämoglobin noch Myoglobin transportieren Sauerstoff an die falsche Stelle, sondern erfüllen ihre von Gott vorgeschriebene Aufgabe jeweils absolut zuverlässig. Im Quran heißt es dazu:

Verlangen sie etwa eine andere als Gottes Religion? Ihm ergibt sich, was in den Himmeln und auf Erden ist, freiwillig oder widerwillig, und zu Ihm müssen sie alle zurück. (Sure 3:83 – al-Imran)


Die unhaltbaren Behauptungen der Evolutionisten hinsichtlich Hämoglobin und Myoglobin

Beide Moleküle, Hämoglobin und Myoglobin, haben nicht nur ähnliche Funktionen, sondern auch eine ähnliche Molekularstruktur. Ihre Häm-Gruppen unterscheiden sich nicht voneinander, und auch ihre Aminosäureketten sind in der gleichen Weise gefaltet. Die Evolutionisten halten diese Ähnlichkeiten für einen Beweis für die Richtigkeit ihrer Theorie und verkündeten 1959, beide seien “miteinander verwandt”.


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Die Muskeln benötigen weniger Sauerstoff als andere Zellen des Körpers. Deshalb wurde ein anderes Molekül geschaffen, um Sauerstoff an die Muskeln zu verteilen. Während Hämoglobin den Bedarf des Gewebes mit den vier Sauerstoffmolekülen, die es befördert, stillt, gibt Myoglobin den Muskeln Leben mit seinem einzigen Sauerstoffmolekül. Diese besondere Organisation ist eine makellose Schöpfung GOTTES.

Aber viele Strukturen in der Natur sind molekular betrachtet ähnlich. Zwei Moleküle, die sich nur durch ein einziges Atom voneinander unterscheiden, können bereits völlig unterschiedliche Strukturen ausbilden. Selbst wenn die Atome gleich, aber ihre Bindung aneinander unterschiedlich ist, entsteht jenachdem aus dem einen Molekül ein köstliche Frucht und aus dem anderen ein Ast. Beide Moleküle sind unterschiedliche Moleküle mit im Grunde gleichen Eigenschaften. Es stimmt, dass sie ähnliche Strukturen haben. Aber trotzdem ist es irrational zu behaupten, Hämoglobin habe sich evolutionär aus Myoglobin entwickelt. Denn dafür gibt es auch nicht den Funken eines Beweises.


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Das Myoglobinmolekül ist speziell dazu geschaffen, ein einziges Sauerstoffmolekül zu verteilen. Irgendwelche zufälligen Eingriffe in dieses Molekül würden es zerstören und funktionslos machen.

Die Evolutionisten behaupten, dass sich durch fortgesetzte Mutationen allmählich Myoglobin fortentwickelt habe zu Hämoglobin. Aber in Wirklichkeit verfügen beide Moleküle über eine jeweils distinkte und komplexe Struktur, die sie zu hochkomplexen chemischen Prozessen befähigt. Auch nur ein einziger Mutationssprung – selbst in kleinster Größenordnung – würde zwangsläufig zu einer strukturellen Funktionsstörung führen, weil die Aminosäurensequenz im Molekül derart empfindlich ist, dass sogar ein kontrollierter Eingriff, geschweige denn eine Mutation, das ganze Molekül sofort “außer Kraft setzen” würde. Wenn aber die Evolutionisten trotz allem recht haben sollten, dann müssten sie funktionierende Übergangsphasen zwischen Myogloboin und Hämoglobin nachweisen können, die effizienter wären als die vorherigen. Aber das können sie nicht.
Damit wird klar, dass es ein irreführendes und trügerisches Argument ist, Hämoglobin als eine “höherentwickelte” Form des Myoglobin beschreiben zu wollen. Die Wahrheit ist, dass Myoglobin nunmal die besondere Aufgabe hat, Sauerstoff ins Muskelgewebe zu leiten, und zwar genau dorthin. Dass es sich hinsichtlich seiner Eigenschaften von Hämoglobin unterscheidet und das Muskelgewebe vor Oxidation schützt, ist ein Beweis für die Göttliche Schöpfung. Warum sonst sollte es unterschiedliche “Transportsysteme” für Muskel- und andere Zellen geben?

Ein weiteres Erklärungsdefizit für die Evolutionisten besteht darin, dass sie den Ursprung des Myoglobin nicht erklären können, von dem sie behaupten, es sei die Frühform des Hämoglobin.


Rote Blutzellen dedinieren den Bedarf


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Und wen Gott rechtleiten will, dem weitet Er die Brust für den Islam, und wen Er irreführen will, dem macht er die Brust so eng und bedrückt, als müsste er den Himmel erklimmen. So stratı Gott die Ungläubigen.
(Sure 6:125 – al-An‘am)

Rote Blutzellen sind sich offenbar bewusst darüber, was sie tun. Ständig zirkulieren sie durch den Körper, recherchieren den Bedarf und treffen Vorsorgemaßnahmen, wenn sie irgendwo im Körper auf anomale Situationen stoßen. Beispielsweise lagern sie Sauerstoff in einem gerade beanspruchten Zellgewebe ab, an dem sie “vorbeikommen”. Anschließend laden sie sich das Kohlendioxid auf, das durch die Oxidation von Zucker, dem Grundnährstoff des Körpers, entsteht. Und transportieren es zwecks “Entsorgung” in die Lunge, wo sie erneut Sauerstoff aufnehmen.
Bei diesem Austauschprozess herrscht stets ein empfindlicher Gleichgewichtszustand, von dem schon die Rede war. Wo auch immer Sauerstoffbedarf besteht, dorthin bewegen sich die Roten Blutzellen. Sie entscheiden auch darüber, ob sich der Bedarf an Roten Blutzellen selbst im Körper erhöht hat. Diese Fähigkeit der Roten Blutzellen ist von eminenter Bedeutung. Denn durch diese Kontrollfunktion wird verhindert, dass die Zellen und Zellstrukturen an Sauerstoffmangel zugrundegehen.

Dieses Regulationsystem greift auch ein, wenn sich zum Beispiel beim Bergsteigen Veränderungen in Ihrem Körper ergeben. Denn umso höher Sie hinaufsteigen, desto schwieriger wird es, genügend Sauerstoff nachzuführen. Die Erdatmosphäre besteht zu 21% aus Sauerstoff, der sich jedoch in den niedrigeren Lagen konzentriert wegen des dort höheren Luftdrucks. Beim Aufstieg hat Ihre Lunge anfangs Probleme damit, sich der dünneren Luft anzupassen. Deshalb werden Sie auf dem Weg nach oben zunehmend lethargisch, die Beine werden schwer, Sie ermüden und werden sogar blässer. Das liegt daran, dass Ihr Körper und Gehirn nicht genug Sauerstoff bekommen, um sich so wohl zu fühlen wie zuvor.

Aber dieses Problem wird dank bestimmter, von Gott geschaffener Hilfsmechanismen in Ihrem Körper gelöst.

Zu allererst löst Ihr Körper in sauerstoffarmen Höhenlagen einen Alarmzustand aus. Daraufhin checkt er durch, ob die am meisten betroffenen Zellgewebe, vor allem das Gehirn, hinreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Am wichtigsten ist dabei die Sicherstellung der Gehirnfunktionen, weil das Gehirn fast 20% des Sauerstoffgehalts im Körper beansprucht. Dies erfolgt durch das Atmungssystem und die Arterien.

Die meisten Blutgefäße in Herznähe sind mit “Messinstrumenten” ausgestattet, die sofort “ausschlagen”, wenn es im Körper zu einem Abfall des Sauerstoffdrucks kommt. Auch darin zeigt sich, mit welcher Umsicht Gott Ihren Körper gestaltet hat. Denn in diesem erhöhen die von Nervenzellen stimulierten Lungenmuskeln Ihre Atemgeschwindigkeit, um schneller und mehr Luft in die Lunge zu pumpen. Deshalb geraten Sie in Höhenlagen in Atemnot. Währenddessen jedoch hat Ihr Herz, das über ein eigenes Messinstrument verfügt, bereits Ihr Gehirn damit beauftragt, schneller und kraftvoller zu schlagen, damit der Sauerstoff schneller ins Zellgewebe gelangt.


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Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt: Habt ihr es erschaffen oder sind wir die Schöpfer? Wir haben über euch den Tod verhängt. Doch Wir sind nicht daran gehindert.
(Sure 56:57-60 – al-Waqi’a)

Diese Maßnahmen sind jedoch nur vorübergehend. Andernfalls wäre Ihr Körper nämlich nicht in der Lage, die Metabolismusveränderung lange auszuhalten, und Sie würden schon bald von schrecklicher Müdigkeit befallen. Deshalb bereitet Ihr Körper, gewissermaßen hinter den Kulissen, eine dauerhaftere Lösung des Problems vor.

Bei niedrigem Luftdruck ist weniger Sauerstoff in der Luft. Um dennoch die Sauerstoffversorgung des Körpers aufrechtzuerhalten, wird zügig die Produktion Roter Blutzellen gesteigert. Einige Stunden nach Beginn Ihrer körperlichen “Krisenerscheinungen” während Ihrer Bergtour entschließt sich Ihr Körper, sich den veränderten Umweltbedingungen anzupassen. In den Nieren, teilweise auch in der Leber, wird dann ein Hormon namens Erythropoetin ausgeschüttet, Dieses Hormon stimuliert das Rückenmark zur Steigerung der Produktion Roter Blutzellen. Innerhalb von 4-5 Tagen wimmelt es dann in Ihrem Blutkreislauf von neuen Zellen, die wie eine Task Force fungieren. Nach etwa weiteren 10 Tagen nimmt dann die Produktion von Erythropoetin wieder ab, weil sich dann der Körper an die neuen Bedingungen angepasst und den vorübergehenden Notstand überwunden hat.34

Dieser Anpassungsprozess ist wahrhaft erstaunlich. Bei Menschen, die zwischen Meereshöhe und 1800 Meter Höhe leben, finden sich etwa fünf Millionen Rote Blutzellen in einem Blutstropfen, in einer Höhenlage von, sagen wir 4200 m, sind es etwa sieben Millionen Rote Blutzellen.

Mit steigenden Höhenmetern finden in den Roten Blutzellen verschiedene chemische Veränderungen statt, die alle darauf abzielen, die Aufnahmefähigkeit für Sauerstoff durch das Hämoglobin zu erhöhen. Dadurch wird die Transportgeschwindigkeit des Hämoglobin gesteigert. Auch die anderen Organe und Gewebestrukturen passen sich entlang dieser Vorsichtsmaßnahmen des Körpers an die neuen Höhenbedingungen an. Um den Anteil des zu den Muskeln transportierten Sauerstoffes so weit wie möglich zu reduzieren, kommt es zu einer sichtbaren Muskelkontraktion. Durch all diese Maßnahmen während der Anpassungszeit von 15-20 Tagen verspüren Sie anfangs leichte Kopfschmerzen. Aber dann normalisiert sich Ihr Puls wieder, und auch ohne tiefe Atemzüge fühlen Sie sich wieder wohl.35


Sind es etwa Sie selbst, der all das kontrolliert? Viele Menschen, die infolge Sauerstoffmangels immer blasser werden, sind sich in keiner Weise bewusst, welch einen Rettungsmechanismus sie in sich tragen. Aber woher stammt er? Kann ein derart sensibler Mechanismus im Lauf der Zeit durch zufällige Mutationen entstanden sein, wie die Darwinisten behaupten? Angesichts eines derart perfekten Systems wird jeder vernünftig denkende Mensch unschwer erkennen, dass hier Gott als Schöpfer am Werk war. Die Organe, die die Blutzellenproduktion steuern, das Zellgewebe, das Vorsichtsmaßnahmen ergreift, das Herz und die Adern, die zusammenarbeiten, um die Gehirnfunktionen zu sichern, die Stimulantien, die die Enzymproduktion regulieren, die Nieren und die Leber, die die Enzymproduktion steigern, all die Zellen, die ständig aktiv und aufeinander abgestimmt sind, jedes Protein, jedes Enzym, jedes Molekül und jedes Atom sind Wunderwerke. Und niemals kommt es im ganzen Körper zum Durcheinander.


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In größeren Höhen – bei 4200 Metern zum Beispiel – hat der Körper 7 Millionen Rote Blutkörperchen in einem Tropfen Blut. Diese erhöhte Zahl roter Blutkörperchen, viel größer als normal, ist eine Schutzmaßnahme, um dem Menschen das Überleben in Höhen mit niedrigem Sauerstoffgehalt zu ermöglichen.

Menschen, die in 1800 Meter Höhe über dem Meeresspiegel leben, haben nur 5 Millionen Rote Blutkörperchen in einem Tropfen Blut. Dieser Wert ist in solchen sauerstoffreichen Regionen ausreichend für die normalen Körperfunktionen.

Dieses ganze wundersame “Räderwerk” ist das makellose und vollkommene Werk Gottes. Er hat alle Dinge  erschaffen und herrscht überall über alles. Alles auf Erden und alle Elemente dieses Systems stehen unter Seiner Kontrolle. Gott ist der allmächtige Herrscher, Der alles leitet und im Gleichgewicht hält. (al-Mudabbir). Alles auf Erden ist Seine Manifestation und gehorcht Ihm, denn Er ist der Herr des Universums. Sein ist die Schöpfung  und Sein ihre Herrschaft. Gott selbst hat diese tiefe Wahrheit im Quran ausgesprochen:

Derart ist Gott, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hüter aller Dinge. Kein Blick erfasst Ihn. Er aber erfasst alle Blicke. Und Er ist der Unfassbare, der Kundige. (Sure 6:102-103 – al-Anám)


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Das Gehirn verbraucht etwa 20 % des Sauerstoffs, den die Lunge aufnimmt. Wenn Sauerstoffmangel entsteht, ist das Gehirn das erste Organ, das geschützt werden muss. Das Herz und das Kreislaufsystem verfügen über verschiedene Eigenschaften, die vor allem dafür geschaffen wurden, das Gehirn als wichtigstes Organ zu schützen. Mittels verschiedener Vorkehrungen wird der von der Lunge aufgenommene Sauerstoff durch den Blutkreislauf zuallererst zum Gehirn geschickt.

Rote Blutzellen am Ende ihrer Lebensspanne

Gegen Ende ihrer 120 tägigen Odyssee durch den Körper lassen die Roten Blutzellen in Ihrer Aktivität nach. Umso älter sie werden, desto verletzbarer werden sie. Ihre immer empfindlicher werdende Zellmembran kann reißen, wenn sie sich durch enge Stellen des Blutkreislaufs ”quetschen” müssen. Und mit ihrem Durchmesser von 8 Mikrometer ist diese Gefahr besonders groß, wenn sie durch nur die 3 Mikrometer breite Rote Milzpulpa hindurch müssen. Aufgrund dieser Beschränkung finden sich besonders viele Rote Blutkörperchen im Milzgewebe. (Sobald man aus irgendeinem Grund die Milz aus dem Körper entfernt, steigt die Menge der anomalen und älteren Zellen im Blut, weil die natürliche Ausfilterung nicht mehr stattfindet.)

Am Ende ihres Lebens werden Rote Blutzellen von Makrophagenzellen in bestimmten Körperregionen aufgelöst, vor allem in Leber, Milz und Rückenmark. Während dieses Vorgangs wird das Hämoglobin in der abgestorbenen Blutzelle freigesetzt. In den anschließenden wenigen Stunden trennen die Makrophagen das Eisen vom Hämoglobin, das von Blutstrom entweder ins Rückenmark zwecks Neuproduktion von Roten Blutzellen oder in die eisenspeichernden Regionen in Leber und anderen Zellgeweben transportiert wird, wo es für eine spätere Verwendung aufbewahrt wird. Die Makrophagen wandeln das verbleibende Hämoglobin um in ein Gallenpigment.36 Vereinfacht ausgedrückt: Die “Bauelemente” der abgestorbenen Zellen werden im Lauf der Zeit vom Körper recycelt, ohne dass etwas verlorengeht.

Aber wer hat sich je darüber Gedanken gemacht und warum? Jeder Körper besteht nur aus Atomen und Molekülen.  Wie war es möglich, dass sie gelernt haben, “Abfallstoffe” zu entsorgen und andererseits Substanzen zu speichern, die irgendwann später gebraucht werdem, wie zum Beispiel Eisen? Offensichtlich liegt all dem ein Plan zugrunde. Warum sonst gäbe es den Mechanismus, dass Makrophagen abgestorbene Rote Blutkörperchen “auffressen”? So etwas kann nur eine Manifestation des Willens Gottes sein, Der alles erschaffen hat, alle Dinge, alle Lebewesen, uns Menschen, jedes Atom und Molekül in unseren Körpern.


WAS PASSIERT MIT DEN ALTEN ROTEN BLUTKÖRPERCHEN?

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Die Roten Blutkörperchen, die an ihr Lebensende kommen, werden von Makrophagenzellen abgebaut, hauptsächlich in der Leber, der Milz und im Knochenmark. Makrophagen setzen das Eisen des Hämoglobins im Blut frei, um es zu speichern. Der Rest des Hämoglobinmoleküls wird in ein Gallenpigment umgewandelt. Kein Überbleibsel der Zelle wird vergeudet, sondern in verschiedene Regionen des Körpers zum Recycling geschickt.

Selbst der kleinste Fehler, der innerhalb der körpereigenen Arbeitsteilung entsteht, kann zu schweren Störungen führen, ja sogar zum Tod. Da dem so ist, können dann all diese faszinierenden Mechanismen im Lauf der Zeit und nur zufällig entstanden sein? Das ist völlig unmöglich. Ohne jene Enzyme, die das Recyceln von Eisen ermöglichen, würde der Körper an Eisenmangel zugrundegehen. Wenn die für die Produktion Rroter Blutkörperchen zuständigen Hormone nicht ihre Aufgabe erfüllen würden, würde die notwendige Menge Roter Blutkörperchen dramatisch fallen. All diese Systeme müssen bei Strafe des Untergangs eng zusammenwirken. Und genau das tun sie auch, jedes Teichen und jede Komponente in unserem Körper. Eben darin offenbart sich die Allmacht Gottes.

Eben deshalb sind die Behauptungen der Darwinisten hinsichtlich der Rolle des Zufalls und der evolutionären Entwicklung der Lebewesen so haltlos und gespickt mit unsinnigen Pseudobeweisen. Rote Blutkörperchen, die alle Körperzellen mit Sauerstoff versorgen, sind nur denkbar in Verbindung mit dem Rückenmark, wo sie produziert werden; die ihr Zelleben beendenden Makrophagen gehören untrennbar zum Hämoglobin, ebenso wie das Blutplasma, in dem es sich bewegt, und die dazu notwendigen Blutgefäße, in denen all dies stattfindet. Dazu gehören auch all die Enzyme und Hormone, die die notwendige Zellteilung erst ermöglichen – und natürlich das Herz, jenes Organ, das alles in Gang hält, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Das Fehlen auch nur einer einzigen all dieser Komponenten würde die Roten Blutkörperchen sinnlos machen. Deshalb ist es schlechterdings unsinnig, das absolut zuverlässige Funtionieren dieses Systems aus zufälligen Übereinstimmungen oder evolutionären Prozessen ableiten zu wollen.

Jeder Prozess in unserem Körper, jede Art von Arbeitsteilung und jedes Enzym, das dabei unterstützend tätig ist, ist von Gott erschaffen worden und seinem Willen unterworfen. Das gilt für jeden Menschen, der je auf dieser Erde gelebt hat, und genauso für jeden Menschen, der zum Beispiel dieses Buch über die Wunder Gottes gerade liest. Es gibt dafür keine andere Erklärung als die der Göttlichen Schöpfung, alle anderen Erklärungsversuche sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Jeder Willige ist in der Lage, dies zu sehen, wie es Gott im Quran offenbart hat:

Gott ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist aller Dinge Erhalter. Sein sind die Schlüssel der Himmel und der Erde. Und diejenigen, welche an die Botschaft Gottes nicht glauben – sie sind die Verlierer. (Sure 39:62-63 – az-Zumar)

 

31 “Scientists Speak about Similarities,” http://pathlights.com/ce_encyclopedia/15sim02.htm#Hemoglobinhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
32 “Wistar Destroys Evolution,” http://pathlights.com/ce_encyclopedia/20hist12.htmhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
33 Ibid.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
34 Bryce Brown , “The Facts of High Altitude Medicine,” http://climb.mountainzone.com/everest/2002/html/dispatch_0505_brown.htmlhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
35 Nancy Prichard, “Climbing At New Heights,” http://www.altrec.com/published/climb/healthfitness/climbingatnewheights/http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
36 Textbook of Medical Physiology, S. 48.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif