BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS

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Betrachten Sie sich selbst im Spiegel. Können Sie etwas spüren von der Existenz einer karmesinroten Flüssigkeit, die mit hoher Geschwindigkeit und unter hohem Druck etwa 2 mm unter Ihrer Gesichtshaut fließt? Sind Sie sicht des staunenswerten Netzwerks von Adern bewusst, das insgesamt tausende Kilometer lang ist, und einer Pumpe namens Herz, die Ihr Blut einige Meter hoch spritzen könnte?

Nein! Nichts davon werden Sie im Spiegel bemerken. Und dennoch findet all das unaufhörlich in Ihrem Körper statt, Ihr ganzes Leben lang. Selbst während Sie schlafen, pumpt Ihr Herz mit großer Kraft und hörbar als Herzschlag Blut durch Ihren Körper, und das Blut durchfließt ihn mit hoher Geschwindigkeit, spürbar als Ihr Puls. Der Hauptgrund, weshalb Ihnen all das nicht bewusst ist, ist Ihre empfindliche, nur für Sie erschaffene Haut. Sie verleiht Ihnen Ihr mehr oder weniger attraktives, wohlgeordnetes und ruhiges Äußeres, hinter dem all diese Körperaktivitäten im Verborgenen ablaufen. Dieses staunenswerte Kreislaufsystem funktioniert durch das Zusammenwirken von Blut, Herz und einem verzweigten und verästelten Netz von Adern und Äderchen, und es ist ständig “in Betrieb”. Es ist einer der eindruckcvollsten Beweise für die Göttliche Schöpfung.

Das Blut fungiert in zweierlei Hinsicht: als Transportmittel und als Regulator im Körper. Es ist ständig im Fluss und bewältigt dabei eine ganze Reihe von Aufgaben, für die es geschaffen ist: 
• Das Blut ist verantwortlich für fast die gesamte Kommunikation innerhalb des Körpers.

• Alle für die Zellen und damit den Energiehaushalt des Körpers notwendigen Nährstoffe werden vom Blut transportiert.
• Das Blut reguliert die Körpertemperatur ähnlich wie eine Klimaanlage. Durch seine unaufhörliche Zirkulation bleibt unsere Körpertemperatur stets konstant.

• Durch die ständige Zirkulation bleiben die Antikörper und Weißen Blutkörperchen in ständiger Alarmbereitschaft gegen eindringende Fremdkörperchen. Das Blut ist auch verantwortlich für den Transport von Nährstoffen im Körper.

• Das Blut ist auch verantwortlich für den Transport von Nährstoffen zu allen Zellen im Körper.

• Die Arterien und Venen fungieren zugleich als eine Art Kläranlage im Körper, die alle Abfallstoffe und Toxine entsorgt.

• Das Blut enthält auch eine Art Reparatursubstanz, die sofort irgendwelche Verletzungen des Adernsystems lokalisiert und repariert.
Wie aber funktioniert ein derart komplexer Mechanismus, der soviele Aufgaben gleichzeitig bewältigen muss? Welche Komponenten wirken dabei mit? Wodurch werden sie synchronisiert mit dem Blutkreislauf? Welche Körpermoleküle sind wofür zuständig? Wie erfüllen sie ihre jeweilige Aufgabe, und wie bewegen sie sich? Woher erhalten sie ihre Instruktionen, und wie sind sie organisiert?


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All das sind natürlich wichtige Fragen, die wir in diesem Site detailliert beantworten werden. Diese Antworten werden zu einer äußerst wichtigen Wahrheit führen, die bedeutsam für unser ganzes Leben ist: Dass unser Körper keineswegs zufällig so entstanden ist, wie er ist. Dieser unser Körper ist bis in die kleinste Kleinigkeit hinein perfekt durchgestaltet.

Der Ursprung unseres Körpers kann unmöglich irgendein zufälliges Zusammentreffen sein, wie von den Darwinisten seit mittlerweile 150 Jahren behauptet wird. Unsere Ursprünge liegen in der Göttlichen Schöpfung, in der alle Einzelheiten perfekt aufeinander abgestimmt wurden, und nicht in einem auf dem Zufallsprinzip beruhenden angeblichen Prozess der Evolution.

Herr dieser Schöpfung war und ist Gott der Allmächtige, Der nicht nur uns Menschen erschaffen hat, sondern alle Lebewesen, das ganze Universum, schlicht alles Existierende.

Das Wunder des Blutkreislaufs ist nur eines der unvergleichlichen Beispiele der Göttlichen Schöpfung. Im vorliegenden Site werden wir eingehend die Geheimnisse des Blutes untersuchen, seine Zusammensetzung und die Organe, die es in Bewegung halten. Dabei wird sich die fast unglaubliche Harmonie und Fehlerlosigkeit zeigen, in der sich die Vollkommenheit der Schöpfung Gottes widerspiegelt. Sie wurde uns im Quran offenbart, als Leitfaden für uns Menschen:

Aber sehen sie denn nicht, dass Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, imstande ist, ihresgleichen neu zu schaffen? Und Er hat für sie einen Termin bestimmt, an dem kein Zweifel ist. Aber die Sünder verwerfen alles, nur nicht den Unglauben. (Sure 17:99 – al-Isra)

BLUT:EINE UNNACHAHMLICHE FLÜSSIGKEIT

Das Blut ist Ursache des Lebens, nicht nur im Allgemeinen, sondern auch für ein langes oder ein kurzes Leben, von Schlaf und Wachheit, von Genie, Fähigkeit und Stärke. Mit ihm beginnt und endet das Leben1


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Schon seit langer Zeit haben Wissenschaftler versucht, eine blutähnliche Flüssigkeit herzustellen, aber ohne Erfolg.2 Der entscheidende Grund dafür ist, dass das Geheimnis der vom Blut transportierten hochspezialisierten Moleküle und ihrer diversen Funktionen bis heute nicht restlos enthüllt werden konnte. Aber selbst wenn dieses Geheimnis irgandwann gelüftet werden sollte, wäre die synthetische Herstellung dieser Blutmoleküle für die Wissenschaftler noch immer eine schier unlösbare Aufgabe.

  Das wird sofort klar, wenn wir die einzelnen Komponenten, aus denen sich Blut zusammensetzt genauer untersuchen. Denn jedes einzelne Molekül im Blut hat eine ganz bestimmte Aufgabe und ist genau dafür geschaffen. Anders ausgedrückt: Es kann nicht geleugnet werden, dass sich im Blutkreislauf das Wunder der Göttlichen Schöpfung ausdrückt. Denn es ist eben nicht nur einfach eine Flüssigkeit, sondern ein Zellgewebe, ähnlich den Muskeln und Knochen in unserem Körper.

Allerdings gibt es dabei auch große Unterschiede, weil jene Zellen, die das Muskel- und Knochengewebe bilden, eng aneinander gebunden sind. Zwar sind die Blutzellen auch eine Art von Zellgewebe, aber sie bewegen sich völlig frei und unabhängig voneinander im Körper. Im Blutplasma sind das Rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Thrombozyten.

Im menschlichen Körper zirkulieren durchschnittlich 5-6 Liter Blut, was etwa 7-8 % des menschlichen Körpergewichts ausmacht. Etwa die Hälfte davon ist der flüssige, oder auch “wässerige” Teil, das Blutplasma. Die andere Hälfte besteht aus Zellen und Molekülen mit verschiedenen Aufgaben. Ein einziger Blutstropfen, der aus einer winzigen Wunde an Ihrem Finger tropft, besteht aus etwa fünf Millionen Roten Blutkörperchen, 10.000 Weißen Blutkörperchen und 500.000 Thrombozyten. Jedes einzelne in dieser riesigen Teilchenmenge hat jeweils eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen.3

Damit nicht genug, wird jede dieser Zellen ständig erneuert. Jeden Tag erzeugt Ihr Körper 260-400 Milliarden neue Blutzellen. Diese wahrhaft phänomenale Produktivität findet statt im Rückenmark und verdankt sich der schier unendlichen Teilungsfähigkeit der sogenannten Stammzellen. Ihre Aufgabe ist die Produktion der Blutkörperchen, die der Körper benötigt, und ihre diesbezügliche Leistungsfähigkeit ist unglaublich.

Die Stammzellen: Eine Art Gebärmaschine

Aufbage und Funktion der Stammzellen im Rückenmark ist mehr als erstaunlich. Nur eine von 10.000 im Rückenmark produzierten Zellen hat die Eigenschaften einer Stammzelle – das ist eine Proportion, die sogar bis auf 1:100.000 abfallen kann. Ansonsten unterscheiden sich Stammzellen kaum von normalen Zellen. Dennoch haben sie besondere Eigenschaften, die unser Überleben ermöglichen. Sie steuern die Bedürfnisse innerhalb unseres Körpers, und dank ihrer einzigartigen Teilungsfähigkeit bilden sie je nachdem Rote oder Weiße Blutkörperchen, die Grundbausteine unseres Immunsystems.4


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Wenn ein Kind fällt und sich das Knie aufschlägt, verliert es tatsächlich Millionen Erythrozyten und Thrombozyten sowie Tausende Leukozyten. All diese Zellen im Blut sind jede für sich wichtig für unser Leben. 

Warum und wie aber kommt eine von zehntausend Zellen dazu, sich zu entscheiden genau dies zu tun? Und zwar ohne, dass Sie überhaupt etwas von Stammzellen in Ihrem Körper wissen? Diese eine Zelle verfügt offenbar über die bemerkenswerte Fähigkeit, sich zu teilen entsprechend irgendwelchen körperlichen Notwendigkeiten und dadurch völlig unterschiedliche Zellen entstehen zu lassen, weil dies Gottes Wille ist. Genau diese nicht weiter erklärbare Fähigkeit dieser einen Zelle ermöglicht jenen endlosen Kreislaufprozess, in dem Blut durch den Körper zirkuliert, stets mit der gleichen Menge von Blutzellen.

Professor Curt Civin, Onkologe an der John Hopkins University und Experte der Stammzellforschung, beschreibt diese besondere Zelle folgendermaßen:

Sie ist der Vorfahre, der Stammvater von allem. Sie ähnelt einem befruchteten Ei, allerdings mit weniger Entwicklungsmöglichkeiten. Sie kann sich teilen und selbst reproduzieren [Selbsterneuerung] oder sich differenzieren in zwei unterschiedliche Zellarten, so wie sich die Äste eines Baumes verzweigen.5

Die Stammzellen wurden von Gott erschaffen, um genau diese wichtigen Aufgaben zu erfüllen. Zum Beispiel verhält sich eine Stammzelle entsprechend den verschiedenen chemischen und elektrischen Signalen aus seinem Umfeld. Mit Hilfe dieser Signale, die sie an die Stammzellen senden, informieren beschädigte Zellen die Stammzellen über die Notwendigkeit, neue Körperzellen zu produzieren. Die daraufhin von ihnen neu produzierten Zellen werden dann genau dorthin geleitet, wo die beschädigten durch neue Zellen ersetzt werden müssen. Auf diese Weise kann schon eine einzige Stammzelle all jene unterschiedlichen Blutzellen “liefern”, die jeweils benötigt werden. Rote Blutkörperchen, die durch Blutverlust verloren gegangen sind, oder Weiße Blutkörperchen, die im Kampf gegen Infektionen gestorben sind, werden erneuert und ersetzt in genau der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt, nicht zu viel, nicht zu wenig und nicht zu spät.

Auch noch im 21. Jahrhundert sind die Biologen damit beschäftigt, den chemischen Code zu dechiffrieren, mit dessen Hilfe Stammzellen mit anderen Zellen kommunizieren.6Denn dieser Prozess findet unzählige Male zu allen möglichen Zeitpunkten im Körper statt, auf eine noch immer rätselhafte Weise.

Eine weitere wichtige Frage, die sich dabei stellt, ist jene nach der Produktionshäufig- und geschwindigkeit der Stammzellen. Weiße Blutkörperchen leben jeweils nur einige Stunden lang. Sie vernichten in den Körper einzgedrungene Bakterien und sterben anschließend ab. Thrombozyten leben zwei Wochen, Rote Blutkörperchen vier Monate. Jede dieser verschiedenen Blutzellen muss ständig erneuert bzw.

Ausgetauscht werden. Woche für Woche produziert deshalb unser Rückenmark Milliarden von neuen Zellen. Für diese ungeheure Produktionsmenge ist nur eine einzige Stammzelle zuständig.7 Wenn man bedenkt, dass diese permanente Produktivität innerhalb des Körpers in Abhängigkeit von der hochempfindlichen Struktur des Körpers – in dem ununterbrochener Sauerstoff-Kohlendioxid-Austausch stattfindet, und das körpereigene Immunsystem ständig mit körperfremden Feinden zu kämpfen hat – von irgendwelchen spezialisierten Zellen, nämlich Stammzellen, gesteuert wird, zwingt unvermeidlich zum Nachdenken.

Dass eine ganz besondere Zelle die Verantwortung für die ständige Neuproduktion von Zellen trägt, lässt uns allein schon die unvergleichliche Harmonie und Schönheit der Göttlichen Schöpfung erahnen. Und damit werden auch schon die Behauptungen der Evolutionisten zunichte, die auf die Leugnung der Göttlichen Schöpfung abzielen.


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Die Phasen, in denen sich die verschiedenen Blutzellen im roten Knochenmark bilden.
Multipotente Stammzellen entwickeln sich zu besonderen Stammzellen, Myeloide und Lymphoide genannt. Die myeloide Stammzelle kann sich wiederum zu Erythrozyten, Thrombozyten und Weißen Blutkörperchen (außer Lymphozyten) entwickeln. Die lymphoide Stammzelle ermöglicht die Entstehung von Lymphozyten, die in der Immunabwehr eine größere Rolle spielen. Dank dieser wohldurchdachten Ausdifferenzierung von Stammzellen werden Blutzellen mit verschiedenen Funktionen erzeugt.

 

1 Alan L. Gillen, Frank J. Sherwin III, Alan Knowles, The Human Body: An Intelligent Design, Creation Research Society Monograph Series: Number 8, S. 120.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
2 Bilim ve Teknik (“Journal der Wissenschaft und Technik”), Vol. 363 (Tubitak Yayinlari Februar 1998),  S. 67..http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
3 http://hes.ucf.k12.pa.us/gclaypo/circulatorysys.htmlhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
4 Bilim ve Teknik, s. 63.http://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
5 Elise Hancock, Johns Hopkins Magazine, “Stalking the Stem Cell,” Juni 1996-http://www.jhu.edu/~jhumag/696web/stemcell.htmlhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
6 http://www.chicagotribune.com/technology/local/chi-0109040232sep04,0,1412918.storyhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif
7 Elise Hancock, “Stalking the Stem Cell,” Johns Hopkins Magazine, Juni 1996. http://www.jhu.edu/~jhumag/696web/stemcell.htmlhttp://www.harunyahya.de/imageshas/uparrow.gif